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III · Die Strategie

Blackjack Strategie: Die Tabelle der Basisstrategie zum Nachschlagen und Üben

Redaktion Blackjack Salon ·

Jede brauchbare Blackjack Strategie beginnt mit einem unbequemen Satz: Bei 16 gegen eine Zehn zieht man eine Karte. Das fühlt sich falsch an, weil die Chance auf ein Überkaufen groß ist. Trotzdem ist es die beste von zwei schlechten Möglichkeiten, denn wer bleibt, verliert noch öfter. Die Basisstrategie ist nichts anderes als eine lange Liste solcher Fälle, für jede Hand und jede offene Dealerkarte, zusammengefasst in einer Blackjack Tabelle.

Die Tabelle, auf die wir uns hier beziehen, findest du weiter unten auf der Seite. Sie ist die Blackjack Strategie Tabelle unseres Spieltisches und wird genau so im Spiel benutzt. Wie man sie liest, warum sie gilt und wo die meisten Leute danebenliegen, steht in den folgenden Abschnitten.

Was die Basisstrategie ist und was sie nicht leistet

Die Basisstrategie ist die mathematisch beste Entscheidung für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Dealerkarte. Sie wurde nicht erfunden, sondern durchgerechnet: Man hat für jede Konstellation ausgerechnet, welche Aktion auf Dauer am wenigsten kostet. Das Ergebnis passt auf eine Seite, und deshalb sprechen viele Spieler auch vom Blackjack Cheat Sheet, wenn sie die Tabelle meinen.

Sie macht das Spiel nicht gewinnbar. Sie senkt den Hausvorteil auf das Minimum, das die Regeln hergeben. An unserem Tisch waren das in einer Simulation mit 400.000 Händen rund 0,4 Prozent. Kurzfristig kann jeder Abend trotzdem sehr gut oder sehr schlecht laufen, die Streuung ist viel größer als der Vorteil des Hauses.

Wenn du im Internet nach einer Blackjack basic strategy suchst, findest du fast nur englische Tabellen, meist für andere Regeln. Deshalb ist der Abschnitt weiter unten zu den Regeln wichtiger, als er aussieht.

So liest du die Blackjack Strategie Tabelle: Zeilen, Spalten, Kürzel

In den Zeilen steht deine eigene Hand, in den Spalten die offene Karte des Dealers, von 2 bis Ass. Du suchst die Zeile deiner Hand, gehst nach rechts bis zur Spalte der Dealerkarte und liest das Feld ab: ziehen, bleiben, verdoppeln oder teilen. Mehr ist es nicht.

Die Tabelle ist in drei Blöcke geteilt. Zuerst kommen die harten Hände, das sind Hände ohne Ass oder mit einem Ass, das nur als 1 zählen kann. Dann die weichen Hände, in denen ein Ass als 11 gezählt wird. Zuletzt die Paare. Wenn du dir zuerst die Blockfrage stellst, findest du jede Hand in Sekunden.

Tabelle seitlich wischen, die erste Spalte bleibt stehen

Harte Hände: Zeile = deine Hand, Spalte = die offene Karte der Bank. 6 Decks, Bank steht auf weicher 17, Verdoppeln nach Teilen erlaubt.
Hand2345678910A
17+SSSSSSSSSS
16SSSSSHHHHH
15SSSSSHHHHH
14SSSSSHHHHH
13SSSSSHHHHH
12HHSSSHHHHH
11DDDDDDDDDD
10DDDDDDDDHH
9HDDDDHHHHH
5–8HHHHHHHHHH
Weiche Hände (mit Ass): Zeile = deine Hand, Spalte = die offene Karte der Bank. 6 Decks, Bank steht auf weicher 17, Verdoppeln nach Teilen erlaubt.
Hand2345678910A
A,9SSSSSSSSSS
A,8SSSSDsSSSSS
A,7SDsDsDsDsSSHHH
A,6HDDDDHHHHH
A,5HHDDDHHHHH
A,4HHDDDHHHHH
A,3HHHDDHHHHH
A,2HHHDDHHHHH
Paare: Zeile = deine Hand, Spalte = die offene Karte der Bank. 6 Decks, Bank steht auf weicher 17, Verdoppeln nach Teilen erlaubt.
Hand2345678910A
A,APPPPPPPPPP
10,10SSSSSSSSSS
9,9PPPPPSPPSS
8,8PPPPPPPPPP
7,7PPPPPPHHHH
6,6PPPPPHHHHH
5,5DDDDDDDDHH
4,4HHHPPHHHHH
3,3PPPPPPHHHH
2,2PPPPPPHHHH
  • HKarte ziehen
  • SBleiben
  • DVerdoppeln, sonst ziehen
  • DsVerdoppeln, sonst bleiben
  • PTeilen

Harte Hände: die Grundlage

Bei den harten Händen gilt ein einfaches Muster. Ab einer 17 bleibst du immer. Mit 13 bis 16 bleibst du gegen eine 2 bis 6 des Dealers, denn er muss ziehen und überkauft sich oft. Gegen eine 7 bis Ass ziehst du. Bei einer 12 bleibst du nur gegen 4 bis 6 und ziehst sonst. Alles bis 8 ist ein Ziehen.

Verdoppelt wird in den starken Ausgangslagen. Eine 11 verdoppelst du immer. Eine 10 verdoppelst du gegen 2 bis 9, eine 9 gegen 3 bis 6. Wer das nicht tut, verschenkt auf Dauer mehr Geld als durch jede andere Abweichung. Verdoppeln geht nur mit den ersten beiden Karten.

Weiche Hände: das Ass als Puffer

Mit einem Ass, das als 11 zählt, kannst du nicht überkaufen, solange du ziehst. Deshalb darf man aggressiver spielen. Ass und 8 oder mehr bleiben immer stehen, nur Ass und 8 gegen eine 6 wird verdoppelt, wenn das erlaubt ist.

Ass und 7 verdoppelst du gegen 3 bis 6, bleibst gegen 2, 7 und 8 und ziehst gegen 9, 10 und Ass. Ass und 6 verdoppelst du gegen 3 bis 6, sonst ziehst du. Ass mit 4 oder 5 verdoppelst du gegen 4 bis 6, sonst ziehst du. Ass mit 2 oder 3 verdoppelst du gegen 5 und 6 und ziehst sonst.

Paare: teilen oder nicht

Asse und Achter teilst du immer. Bei Neunern teilst du gegen 2 bis 6 sowie 8 und 9 und bleibst gegen 7, 10 und Ass. Siebener teilst du gegen 2 bis 7, Sechser gegen 2 bis 6. Vierer teilst du nur gegen 5 und 6. Zweier und Dreier teilst du gegen 2 bis 7.

Zehner und Fünfer teilst du nie. Zwei Zehner sind eine 20 und damit eine der besten Hände überhaupt, zwei Fünfer zählen als harte 10 und werden auch so gespielt.

Die häufigsten Fehler

Es sind immer dieselben Muster, an denen Anfänger scheitern:

  • Bei einer 12 gegen eine 2 oder 3 wird gebremst, weil sich Ziehen falsch anfühlt. Die Tabelle sagt ziehen.
  • Zehner werden geteilt, weil zwei gute Hände besser klingen als eine sehr gute.
  • Ass und 7 wird als sichere Hand behandelt, obwohl sie gegen eine 9, 10 oder ein Ass gezogen werden muss.
  • Verdoppelt wird nur, wenn man sich sicher fühlt, statt wenn es die Tabelle verlangt.
  • Nach zwei verlorenen Händen wird der Einsatz erhöht, um es zurückzuholen. Die Strategie kennt keine Serien.

Warum die Tabelle zu unseren Regeln gehört

Eine Blackjack Tabelle ist immer an Regeln gebunden. Ändert sich eine, verschiebt sich ein Teil der Entscheidungen. Unsere Tabelle gilt für sechs Decks, einen Dealer, der bei einer weichen 17 stehen bleibt (S17), und Verdoppeln nach dem Teilen (DAS). Außerdem schaut der Dealer bei Ass oder Zehn nach einem Blackjack, sodass du nie zusätzlich Geld in eine Hand steckst, die schon verloren ist.

Zieht der Dealer bei einer weichen 17 noch eine Karte, ändern sich einzelne Felder, und ohne Verdoppeln nach dem Teilen werden einzelne Paare seltener geteilt. Deshalb passt eine Blackjack Strategie Tabelle aus einem fremden Forum nicht automatisch zu diesem Tisch. Wer die Regeln kennt, findet die passende Version in der Seite zu den Blackjack Regeln.

Am Tisch üben

Öffne die Blackjack Tabelle in einem zweiten Fenster und spiel die ersten hundert Hände mit ihr. Poldi bewertet deine Entscheidungen: Gute Züge kommentiert er knapp, schlechte deutlich. Am Tisch sagt Poldi gern, dass die Tabelle das Einzige im Haus ist, das nicht bestechlich sei. Danach reduzierst du die Hilfe, bis du nur noch bei seltenen Fällen nachsiehst, etwa bei Sechsern gegen eine 7.

Wer die Basisstrategie sicher beherrscht, kann sich dem nächsten Thema zuwenden, nämlich dem Zählen von Karten. Davor lohnt sich aber Geduld: Ohne fehlerfreie Basis nützt jede weiterführende Blackjack Strategie wenig.

Kurz gefragt

Wo finde ich die Blackjack Strategie Tabelle?

Die Tabelle steht auf dieser Seite und entspricht genau den Entscheidungen, die unser Tisch als richtig wertet. Du kannst sie zum Üben neben dem Spiel öffnen.

Was ist ein Blackjack Cheat Sheet?

Ein Blackjack Cheat Sheet ist eine Kurzfassung der Basisstrategie auf einer Karte oder Seite. Es ist keine Schummelei, sondern ein Merkzettel. Bei uns liegt er ohnehin offen da.

Gilt die Basisstrategie für jedes Casino?

Nur bei denselben Regeln. Weicht eine dieser Regeln ab (Deckzahl, Dealerverhalten, Auszahlung), verschieben sich einzelne Felder. Die Tabelle hier gilt für sechs Decks, S17 und DAS.

Was bedeutet Blackjack basic strategy?

Blackjack basic strategy ist der englische Ausdruck für die Basisstrategie. Wer danach sucht, findet meist Tabellen für andere Regeln als unsere, achte also auf sechs Decks, S17 und DAS.

Wie viel bringt die Basisstrategie?

Sie senkt den Hausvorteil auf das Minimum, das die Regeln erlauben. An unserem Tisch waren es in einer Simulation rund 0,4 Prozent. Gewinne garantiert das nicht, es macht den Verlust nur langsamer.

Muss ich die ganze Blackjack Tabelle auswendig lernen?

Nicht sofort. Am besten beginnst du mit den harten Händen und den Paaren und nimmst die weichen Hände danach dazu. Mit der Zeit werden es Reflexe.